Dieter Hecking (Trainer)

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Dieter Hecking vom VfL entlassen

Beitragvon Supporters Wolfsburg » 17.10.2016, 17:52

Der VfL Wolfsburg hat sich nach verschiedenen Medienberichten von Trainer Dieter Hecking getrennt. Einen Tag nach der 0:1-Niederlage gegen Aufsteiger RB Leipzig zog der Klub die Konsequenzen aus dem schwachen Saisonstart.
Vorerst soll U23-Coach Valérien Ismaël das Mannschaftstraining des Tabellen-Vierzehnten leiten. Zuvor hatte die "Wolfsburger Allgemeine" entsprechend berichtet.
Wolfsburgs Sportchef Klaus Allofs hatte nach der dritten Saisonniederlage ein Bekenntnis pro Hecking verweigert. Erstmals hatte es in der Volkswagen-Arena auch "Hecking-raus"-Rufe durch die Fans gegeben.

In diesem Jahr haben die Wolfsburger nur 25 Punkte in 24 Spielen geholt. In dieser Spielzeit sind es gerade einmal sechs Zähler - nach dem Auftakt-Erfolg gegen Augsburg gab es keinen Dreier mehr. Dabei investierte der VfL zu Saisonbeginn rund 42 Millionen für acht neue Profis. Sieben Akteure wurden für rund 50 Millionen abgegeben.
Das Training des kriselnden Vereins leitete Hecking am Montag noch. Es begann allerdings nach einem Gespräch zwischen dem Cheftrainer und Allofs mit 20-minütiger Verspätung. "Es macht keinen Sinn, eine Erklärung in die eine oder andere Richtung abzugeben", sagte Allofs. Für den VfL steht am kommenden Samstag das richtungsweisende Spiel beim SV Darmstadt 98 an.

In der Vergangenheit hatte Wolfsburgs Sportchef noch nie einen Trainer beurlaubt. Hecking selbst hatte seine Engagements in Lübeck, Aachen und Hannover selbstständig beendet.
Hecking war kurz vor Weihnachten 2012 von Allofs geholt worden. Nach 1395 Tagen endet nun die Zusammenarbeit. Heckings größter Erfolg in Wolfsburg war der DFB-Pokalsieg im Jahr 2015 mit dem Sieg gegen Borussia Dortmund sowie die Vizemeisterschaft in der gleichen Saison hinter Rekordmeister FC Bayern München.
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Meldung vom VfL

Beitragvon Supporters Wolfsburg » 17.10.2016, 19:51

Drei Jahre und zehn Monate
In seiner Amtszeit führte Dieter Hecking den VfL zurück in die Erfolgsspur.
Die Zeit von Dieter Hecking als Chefcoach des VfL Wolfsburg ist beendet, doch sie wird als eine über weite Strecken äußerst erfolgreiche in Erinnerung bleiben.

Im Dezember 2012 war der heute 52-Jährige als Cheftrainer vom 1. FC Nürnberg zum VfL Wolfsburg gewechselt und hatte es in kürzester Zeit im Verbund mit Geschäftsführer Klaus Allofs geschafft, aus einer abstiegsbedrohten Mannschaft ein stabiles Team zu formen und dies immer weiterzuentwickeln. Nach einem elften Platz 2013/2014 gelang bereits in der Saison darauf mit einem fünften Platz der Sprung zurück in das internationale Geschäft. In der UEFA Europa League scheiterten die Wölfe erst im Viertelfinale am SSC Neapel und krönten die Spielzeit 2014/2015 mit der Vize-Meisterschaft und dem erstmaligen Gewinn des DFB-Pokals. Zudem konnte im Sommer auch der DFL-Supercup gewonnen werden. In der Champions League scheiterte der VfL im Achtelfinale knapp an Real Madrid, nachdem das Hinspiel mit 2:0 gewonnen werden konnte. Am Ende der vergangenen Saison verpassten die Grün-Weißen mit Platz acht knapp die Qualifikation für das internationale Geschäft.

Insgesamt stand Dieter Hecking in 165 Pflichtspielen als Cheftrainer für die Grün-weißen an der Seitenlinie, wobei ihm 83 Siege und 39 Remis gelangen. Zudem wurde der gebürtige Nordrhein-Westfale 2015 zum Trainer des Jahres gewählt.
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Heckings Aus in Wolfsburg; Aus der Traum

Beitragvon Schmidt » 18.10.2016, 10:36

Heckings Aus in Wolfsburg; Aus der Traum

Im vergangenen Jahr wurde der VfL Wolfsburg als neuer Bayern-Verfolger gehandelt. Seitdem ging es abwärts. Trainer Dieter Hecking konnte diesen Trend nicht abwenden - und musste gehen.
Am Sonntagabend beim Spiel gegen Leipzig, gab es noch einmal den Soundtrack besserer Zeiten zu hören. Der VfL Wolfsburg verlor 0:1, es war die nächste Niederlage einer bislang verheerenden Saison für den Bundesligisten. Und nachdem die Fans in der Nordkurve des Wolfsburger Stadions ihre Unzufriedenheit kundgetan ("Wir haben die Schnauze voll!") und die Ablösung des Trainers gefordert hatten (" Dieter Hecking raus!"), wurden sie sarkastisch. Sie machten sich über ihren Verein lustig, sangen vom Europapokal und feierten einen Mann, der die Wolfsburger zumindest für einen Sommer zum Verfolger des FC Bayern gemacht hatte.

Sie sangen: "Ooooooooooh, Kevin De Bruyne!"

Und tatsächlich muss noch einmal an den Offensivmann aus Belgien erinnert werden. Jetzt, wo der Wolfsburger Traum von der zweiten Kraft im Land in Trümmern liegt und Trainer Hecking seinen Posten räumen musste, wie von den Fans gewünscht. De Bruyne war der Hauptdarsteller der Wolfsburger Erfolgssaison 2014/2015 mit dem Pokalsieg, der Vizemeisterschaft und dem Einzug in die Champions League. Er steuerte das Umschaltspiel, der VfL war von seinen Künsten abhängig.

Wie groß diese Abhängigkeit war, zeigte sich nach De Bruynes Weggang zu Manchester City im Sommer des vergangenen Jahres. Und genau diese Abhängigkeit wurde Hecking im Nachhinein zum Verhängnis. Der Trainer hat es nicht geschafft, den Verlust des besten Mannes mit guter Trainerarbeit aufzufangen. Oder, um es in der Fachsprache auszudrücken: Er hat es nicht geschafft, der Mannschaft eine Handschrift zu geben.

Bei wohl keinem anderen Klub in der Bundesliga ist der Graben zwischen Anspruch und Wirklichkeit seit mehr als einem Jahr so tief wie beim VfL. Der Verein will zu den besten vier Mannschaften Deutschlands gehören, dieses Ziel propagiert Manager Klaus Allofs mit bemerkenswerter Penetranz. Die Mittel dafür stellt Mutterkonzern Volkswagen zur Verfügung. Doch in der vergangenen Saison verpassten die Wolfsburger den Europapokal, in dieser Spielzeit stehen sie bisher noch schlechter da.

Es gibt Mannschaften, die sind mehr als die Summe ihrer Einzelteile. Der 1. FC Köln zum Beispiel oder Hertha BSC. Das Wolfsburger Team ist nicht annähernd so gut, wie es eigentlich sein müsste, und das nicht erst seit ein paar Wochen. Die Krise des VfL ist nicht mit Verletzungspech, mangelndem Glück im Torabschluss oder dem Umbruch in diesem Sommer zu erklären. Sie hat System.

Hecking ist es nicht gelungen, aus einer Sammlung talentierter Einzelkönner mit nicht gerade platzsparendem Ego und einem kühlen Verhältnis zum Standort Wolfsburg eine funktionierende Einheit zu machen. Er vermochte es nicht, Spieler wie Max Kruse, André Schürrle, Julian Draxler und Mario Gomez zu Höchstleistungen zu inspirieren, wirkte überfordert von dem Überangebot an Spitzenspielern in seinem Kader. Und er scheiterte an veränderten Umständen.

Mit De Bruyne konnte es sich die Mannschaft leisten, dem Gegner das Spiel zu überlassen. Nach Ballgewinn schaltete sie rasend schnell um, und dann war der Ball auch schon im Tor. Außenseiterfußball in Vollendung. Seit der vergangenen Saison geht das nicht mehr. Die Wolfsburger haben vermehrt den Ball, müssen das Spiel machen. Dafür hatte Hecking keinen Plan, zumindest keinen, der funktionierte. Der Trainer kann keinen Favoritenfußball. Das wurde im trüben Liga-Alltag offensichtlich, gegen Mannschaften wie Werder Bremen, Darmstadt oder Mainz.

Gute Leistungen wirkten eher wie Zufälle oder waren den besonderen Umständen geschuldet. Bestes Beispiel ist das 2:0 gegen Real Madrid im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League in der vergangenen Saison, einer der größten Siege überhaupt in der VfL-Historie. Er kam zustande, weil sich die Wolfsburger Profis auf großer Bühne zeigen wollten, weil sie die Chance wahrnahmen, die dieser Abend jedem einzelnen von ihnen bot. Eine Leistung des Trainers war dieser Sieg nicht. Als es im Rückspiel darauf ankam, die Mannschaft sturmfest zu machen gegen die wütenden Madrilenen, scheiterte Hecking. Der VfL ging unter und schied aus.

Fast vier Jahre war Hecking Trainer in Wolfsburg. Er hat dem Klub in dieser Zeit den Traum vom Aufstieg zu einer Spitzenmannschaft geschenkt. Doch seine Fähigkeiten als Trainer reichten nicht, um diesen Traum wahr werden zu lassen.

Quelle: Spiegel online
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Re: Dieter Hecking (Trainer)

Beitragvon Schmidt » 18.10.2016, 22:12

Beim Kicker gibt's ne nette Übersicht unserer bisherigen Trainer und ihrer jeweiligen Bilanz.

http://www.kicker.de/news/fussball/bund ... cking.html

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