Marcel Schäfer (4)

Rund um das Personal auf und neben dem Platz.
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Re: Marcel Schäfer (4)

Beitragvon Lupo » 12.12.2016, 17:05

Auch das noch, gerade in der jetzigen Situation extrem blöd für den VfL und natürlich für ihn.Wenn die neuen handelnden Personen nicht mehr auf ihn setzen war es das mit seiner Spielerkarriere beim VfL...
Gute Besserung.
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Re: Marcel Schäfer (4)

Beitragvon Schmidt » 12.12.2016, 17:29

Vielleicht kann er dann schon mal mit dem Innendienst in der Geschäftsstelle beginnen und sich auf (s)eine Zukunft abseits vom Platz vorbereiten.
Gute Besserung bleibt in jedem Fall zu wünschen.
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Re: Marcel Schäfer (4)

Beitragvon Lupo » 12.12.2016, 19:34

Schmidt hat geschrieben:Vielleicht kann er dann schon mal mit dem Innendienst in der Geschäftsstelle beginnen und sich auf (s)eine Zukunft abseits vom Platz vorbereiten.
Gute Besserung bleibt in jedem Fall zu wünschen.


Mit 32 und soviel Ehrgeiz ist das eigentlich zu früh...Aber es ist ja wieder das geschrottete Knie wo schon alles kaputt war vielleicht ist sowieso nicht mehr drin. Führungsspieler in der 2.Mannschaft wäre auch noch möglich. Schließlich lauft der Vertrag ja aus.
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Marcel Schäfer: Daheim in Wolfsburg

Beitragvon Schmidt » 19.12.2016, 21:32

Marcel Schäfer: Daheim in Wolfsburg

In seinen zehn Jahren als Profi beim VfL Wolfsburg ist der Unterfranke zum Rekordspieler des Klubs geworden. Jetzt plant er das Leben nach dem Fußball.

Das hier ist ziemlich weit weg von Amerika. Vom pulsierenden Orlando oder von Tampa am Golf von Mexico, wo der weiße Sand die Wellen verschluckt. Das hier ist Wolfsburg, und Julian Draxler würde das Wetter an diesem Novembermorgen wahrscheinlich als Synonym hernehmen für die VW-Stadt. Neblig. Eisiger Wind. Nieselregen. Nix wie weg. Marcel Schäfer tickt da anders. Der 32-Jährige aus dem unterfränkischen Straßbessenbach ist für den VfL Wolfsburg so etwas wie der Käfer für VW – ein Dauerbrenner. Der Linksverteidiger ist mit 256 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs, für den er seit knapp zehn Jahren aktiv ist. „Ich fühle mich superwohl hier“, sagt Schäfer, „meine Kinder sind hier geboren, und die Stadt bietet unheimlich viel für Familien“.

An diesem Morgen weiß er noch nicht, dass sich in Wolfsburg die Abstiegsgefahr verschärfen, dass der neue Trainer Valérien Ismael schon wieder in Frage stehen, dass Manager Klaus Allofs gefeuert und dass er sich selbst im Spiel gegen Bayern München einen Innenbandriss zuziehen wird, der ihn zu einer sechs- bis achtwöchigen Pause zwingt.
Das Training an diesem Novembertag ist hart. Laufintensiv. Hoher Puls. Viele Sprints Mann gegen Mann. Marcel Schäfer verliert keinen einzigen. Das ist die Krux im endlichen Leben eines Leistungssportlers an der Schwelle zum Karriereende: „Ich fühle, dass ich noch richtig mithalten kann“, sagt der Abwehrspieler, aber der Trainer sieht das anders. Die Konsequenz daraus heißt Ersatzbank.

Die Scheinwelt Fußball
Jetzt aber sitzt Marcel Schäfer erst mal im Ritz Carlton von Wolfsburg und bestellt zwei von beiden Seiten gebratene Spiegeleier und Naturjoghurt mit Blaubeeren. Wie ist das, wenn einem dräut, dass es langsam vorbei ist mit dem Traumjob? „Es ist natürlich ein Privileg, mit dem, was man liebt, viel Geld zu verdienen. Aber Fakt ist auch: Unser Berufsleben ist begrenzt.“ Deshalb hat er sich frühzeitig Gedanken gemacht über das, was nach dem Sport kommen soll. „Es ist das große Problem von vielen Fußballspielern: Irgendwann hören sie auf und sind plötzlich raus aus dieser Scheinwelt. “ Er spricht tatsächlich von Scheinwelt, später auch mal von unglaublich viel Geld, und das zeugt dann doch von einer Bodenhaftung, die vielen Profis abhanden geht. In der Wirtschaft seien 15 Jahre als Profi keine Referenz, sagt Schäfer. Sportliche Kompetenz sei wichtig, „aber es ist nicht das Entscheidende“.

Viele Profis würden sich schwer tun, einen Schritt zurückzugehen. Neu anzufangen. Mal ein Praktikum auf eigene Kosten zu machen. Nicht für die Kahns, die Götzes, „aber für 90 Prozent geht es bei null los. Viele müssen sich neuen Herausforderungen stellen, und das vielleicht zu einem Ausbildungsgehalt. Daran scheitern viele.“ Er selbst sieht seine Zukunft klar. Er hat ein Ziel. „Ziele sind wichtig“, sagt Schäfer, „wer keine hat, kann keine erreichen“. Als Kind wollte er immer Bundesliga spielen. Als er das geschafft hatte, wollte er Nationalspieler werden. Auch das hat er geschafft. Acht Länderspiele unter Joachim Löw.

Es war die beste Zeit des Linksverteidigers Marcel Schäfer, die Zeit, in der der VfL Wolfsburg 2009 deutscher Meister wurde und in der der Kämpfer in der DFB-Elf mal als Pendant zu Philipp Lahm galt. Er hat sich oft gefragt, was damals nach dem großen Erfolg schief gelaufen ist, warum es für ihn eine Zeit lang bergab ging, warum ihn der Bundestrainer kurz vor der WM 2010 in Südafrika aussortierte.

Heute sagt er: „Ich war zu ehrgeizig. Ich war im Tunnel und glaubte, den Erfolg toppen zu müssen. Mir wurde erst später bewusst, wie schwer es ist, Meister zu werden in einer Mannschaft, die nicht Bayern München heißt.“ Marcel Schäfer biss sich durch, er wurde zur Konstante beim VfL, und jetzt, wo jedes Spiel das letzte sein könnte, da hat er eben wieder ein Ziel: Irgendwann im Management zu arbeiten.

Der 32-Jährige hat Abitur und in den vergangenen Jahren am Sportbusiness Campus eine Weiterbildung im Bereich „Fußball Management“ erfolgreich abgeschlossen. In Zusammenarbeit mit der privaten Bildungseinrichtung wurde auf dem VfL-Gelände ein Campus mit eigenen Dozenten eingerichtet, Marcel Schäfer war der erste Profi, der sich angemeldet hat. Direkt aus der Dusche ging es zur Vorlesung, „die Möglichkeiten hier sind sensationell“. Sein Vertrag läuft Ende Juni 2017 aus. Dann ist Schluss mit Bundesliga. Mit dem VfL Wolfsburg gibt es die Vereinbarung, dass er ins Management des Bundesligisten einsteigen kann. Doch zuvor plant der Vater von drei Kindern mit seiner Familie eine Auszeit. Der USA-Fan wollte zum Abschluss seiner Karriere noch ein, zwei Jahre in der Major League Soccer spielen. So lautete der Plan zumindest vor der Präsidentenwahl in den Staaten. „Es war immer ein Traum von meiner Frau und mir, mal eine Zeit lang in den USA zu leben“, sagt Schäfer. Er möchte sein Englisch verfeinern, Spanisch dazulernen. Doch die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten hat vieles verändert. „Ja, das hat mich nachdenklich gemacht. Denn im Wahlkampf waren Werte von Bedeutung, die mit meinen nicht übereinstimmen“, sagt Schäfer. Amerika sei für ihn immer ein Land gewesen, das für Toleranz, Weltoffenheit und eine Kultur des Willkommenseins gestanden habe. Jetzt steht vieles in Frage. Vielleicht zieht es ihn nach Australien oder Japan.

Ganz ist Amerika noch nicht abgehakt. Das Land reizt die Schäfers zu sehr, gerne würde der Basketballfan auch ein, zwei Praktika bei einem NBA- oder Baseball-Klub machen. Kommen wird die Auszeit in jedem Fall. Viele haben ihm dazu geraten, auch Frank Baumann. Der Würzburger spielte ebenfalls zehn Jahre bei einem Klub: Mit Werder Bremen wurde er Deutscher Meister und Pokalsieger – wie Schäfer. Heute ist er dort Manager. „Er hat mir gesagt, dass ich Energie tanken und erst dann zurückkommen soll“, so Schäfer, der auch findet, dass Distanz wichtig ist, weil er dann ja nicht mehr auf der Seite der Spieler stehen wird so wie jetzt.

Ausflug in die Wirtschaftswelt
Einen erfolgreichen Ausflug in die Wirtschaftswelt hat Marcel Schäfer auch bereits hinter sich. Er gründete die Firma MS4 Sports GmbH, die Freunde Christian Träsch (VfL Wolfsburg), Daniel Baier (FC Augsburg) und Christian Gentner (VfB Stuttgart) sind Teilhaber. Die Firma hat im Sommer eine kostenlose App mit dem Namen DeinTeam auf den Markt gebracht, mit der Sportmannschaften besser gemanagt werden können: Mannschaftskasse, Tippspiel, Termine – alles ist bequem und transparent zu koordinieren.

Auf über 400 000 Downloads kommt der digitale Helfer bereits, sagt Schäfer und wischt begeistert über sein Smartphone. „Auch viele Teams aus dem Raum Würzburg sind schon dabei.“ Die Idee kam ihm, als er seinen Sohn einmal zu spät zum Fußballtraining brachte, weil der Vater eine WhatsApp im täglichen Nachrichten-Tsunami übersehen hatte. Die Entwicklung der App von IT-Profis hat die Firma ebenso bezahlt wie die marktreife Umsetzung. „Das war ein richtiger Batzen Geld“, sagt Schäfer, „aber es war auch eine wertvolle Erfahrung.“

Der Erfolg wirft Fragen auf: Kommt eine englische Version für den internationalen Markt? Welcher Support wird benötigt? Wie viele Angestellte? Büroräume? „Langsam denken wir darüber nach, uns einen strategischen Partner ins Boot zu holen“, sagt Schäfer. Sportartikelhersteller hätten schon Interesse bekundet. „Wichtig bleibt, dass die User einen Mehrwert haben müssen.“ Es gibt Gewinnspiele, Treffen mit den Profis oder Teamoutfits werden verlost. „Ich möchte nicht erst drei Werbevideos anschauen müssen, ehe die App genutzt werden kann.“

Der Teller im Ritz ist leer. Bald steht die zweite Trainingseinheit des Tages an. Eine Frage ist übrig. Hat er etwas bereut? Marcel Schäfer muss nicht lange überlegen. „Man bereut nur, was man nicht gemacht hat.“ Zu Manchester City, zu Bayern München, da ist er ehrlich, wäre er gegangen. „Das musst du machen als Profi. Aber die Situation hat sich nie ergeben.“ Andere Angebote gab es dagegen schon, aber der Verteidiger hat sich bewusst für Wolfsburg entschieden. Ihm kommt der 14. Mai 2011 in den Sinn, der Tag, der ihm die vielleicht emotionalsten Momente seiner Karriere bescherte. Es ist der letzte Spieltag der Saison, der abstiegsgefährdete VfL Wolfsburg muss bei der TSG Hoffenheim spielen. Zu Beginn der zweiten Hälfte schießt Hoffenheim die Führung. „Was da in einem vorgeht, ist extrem“, sagt Schäfer, „es geht ja um Existenzen“. Am Ende siegt Wolfsburg 3:1. Gerettet. „Ich will nicht sagen, dass mir die Erfahrung gutgetan hat, aber sie hat mich geprägt und zur Identifikation beigetragen.“

Er ist beim VfL zu einer Leitfigur geworden in all den Jahren, zum Publikumsliebling. Immer wenn ein Thema eskaliert, moderiert Marcel Schäfer den Dialog mit den Fans. Er sagt, es sei schön, ein Teil dieser Mannschaft zu sein, „da muss ich auch mal persönliche Interessen hinten anstellen, auch wenn ich nicht zu erzählen brauche, was in mir vorgeht, wenn ich mir im Training den Hintern aufreiße und wieder nicht spiele“.

Er wird nicht wechseln in der Winterpause, dazu sei die Verantwortung gegenüber seiner Familie und dem Verein zu groß. Er wird es zu Ende bringen. Er wird hinausfliegen in die Welt. Und dann wird er zurückkommen. Neulich hat der Profi mit einem Kollegen telefoniert. Auch der steht an der Schwelle zum Leben danach. Er war ein Fußballtramp, hat in vielen Vereinen gespielt. Am Ende hat er einen Satz gesagt, der Schäfer nachdenklich gemacht hat: „Ich bin nirgends daheim.“

Da spürte der Wolfsburger, dass er vieles richtig gemacht hat.

Quelle: Mainpost.de
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Danke Marcel

Beitragvon Schmidt » 01.03.2017, 13:20

Marcel Schäfer verlässt den VfL Wolfsburg!
Eine Meldung die für fast alle von uns Unvorstellbar erscheint wobei ihr erscheinen doch bereits lange klar gewesen ist.
Bereits vor mehreren Jahren hat Marcel offen und ehrlich seine Pläne für das Jahr 2017 verkündet. Nun ist dieser Zeitpunkt gekommen, auch wenn wir dies
vielleicht gar nicht wahr haben wollen.

Gestern hat Marcel einigen Freunden und Fanvertretern die Entscheidung über seine berufliche und persönliche Zukunft in einem sehr emotionalen Gespräch aufgezeigt und erklärt.
Einmal mehr zeugte dieses Treffen mit uns, im Anschluss an sein Gespräch mit der Geschäftsführung und noch vor der Öffentlichen Bekanntgabe gegenüber den Medien, seine Wertschätzung gegenüber uns Fans.
Wir sind überzeugt, dass der von ihm getroffene Entschluss für alle Seiten die bestmögliche Lösung darstellt. Wir Fans des VfL Wolfsburg stehen vorbehaltlos hinter Marcels Entscheidung und respektieren diese hochachtungsvoll.
Wir wünschen ihm und seiner Familie für die Zeit in den USA eine Vielzahl positiver Erfahrungen, die Chance zur persönlichen Weiterentwicklung und eine spannende Zeit.
Wir freuen uns bereits jetzt auf seine Rückkehr nach Wolfsburg im Jahr 2019 und betrachten seinen dann anstehenden Wiedereinstieg im Bereich der Geschäftsführung, als eine bedeutsame Bereicherung für den Verein.

Seine Vereinszugehörigkeit über die Hälfte unserer 20jährigen Bundesligazeit, sein Einsatz in 320 Pflichtspielen und drei gewonnene Titel sind große Zahlen und Fakten die bereits allein betrachtet, für ihn sprechen.
Schon diese Werte machen Marcel zu einer, wenn nicht sogar zu der Fan Ikone unseres VfL. Aber bloße Einsatz- und Erfolgszahlen reichen nicht aus, um ihm gerecht zu werden.
Über all die Jahre haben wir Marcel als einen Ausnahme- und Musterprofi erlebt, der viele unserer eigenen Werte und Ideale verkörpert und bewusst offen gelebt hat.
Einsatz, Kampf und Leidenschaft, genauso wie Bodenständigkeit und Nahbarkeit für alle Fans gehörten dabei stets zu seinen Tugenden.
Derart ansprechbar und Verständnisvoll für die Anliegen der Fanszene, wurde Marcel zu unserem direkten Draht und Vermittler in die Mannschaft, was wir sehr zu schätzen gelernt haben.
Durch viele gemeinsame Erlebnisse ist er für einige von uns, sogar zum Freund geworden. Wir möchten daher heute ausdrücklich Danke sagen und ihm unseren allumfassenden Respekt aussprechen.

Lieber Marcel, Du warst, Du bist und Du wirst immer einer von Uns sein!
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Re: Marcel Schäfer (4)

Beitragvon Lupo » 01.03.2017, 16:56

Bis spätestens 2019 dann! Ich freue mich auf die Welcome back Party! :!:
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Mit sofortiger Wirkung: Schäfer verlässt den VfL

Beitragvon Supporters Wolfsburg » 01.03.2017, 20:45

Für die Anhänger des VfL Wolfsburg ist es sicher ein Schock, für Marcel Schäfer die Erfüllung eines Lebenstraumes: Der 32-Jährige verlässt die Niedersachsen nach fast zehn Jahren mit sofortiger Wirkung und wechselt zu den Tampa Bay Rowdies in die USA. Dort beginnt für den Linksverteidiger Ende März die neue Saison in der unter der Major League Soccer (MLS) angesiedelten United Soccer League (USL). Klar ist aber bereits jetzt: Spätestens 2019 kehrt Schäfer in das Management des VfL zurück. Die Verträge wurden am Mittwoch unterschrieben.
256 Bundesligaspiele hat er für den VfL Wolfsburg absolviert, ein weiteres kommt nicht mehr hinzu. Was jahrelang undenkbar schien, ist nun besiegelt: Marcel Schäfer, der 2007 von 1860 München zu den Niedersachsen gewechselt ist, verlässt den VfL und spielt ab sofort für die Tampa Bay Rowdies in Amerika. "Ich bin zu der Erkenntnis gekommen", erklärt der 32-Jährige, "dass ich noch viel zu gerne Fußballer bin und diesen Beruf noch immer zu sehr liebe." Schäfer hätte auch direkt seine Karriere beenden und ins VfL-Management überwechseln können, diesen Schritt macht er jedoch spätestens in zwei Jahren. Dann übernimmt Schäfer einen Posten auf der Wolfsburger Führungsebene.

Bis dahin stürzt er sich in das Abenteuer Amerika. Schon in wenigen Tagen geht es für den Fußballer mit seiner Familie in die Staaten, wo er sich parallel zur Arbeit auf dem Rasen weiterentwickeln will. "Es ist kein Abschied, sondern eine Bildungsreise", erklärt Schäfer, dessen neuer Klub sich auf den Weg in die MLS befindet, Strukturen (Stadion, Nachwuchs) müssen sich entwickeln. Dinge, die Schäfer hautnah begleiten wird, obendrein strebt er Praktika bei den großen Sportklubs in Tampa wie den Buccaneers in der NFL oder den Lightning in der NHL an. "Ich werde meinen Horizont erweitern", sagt der Ex-Wolfsburger, der 2009 Deutscher Meister und 2016 Pokalsieger wurde und im VfL-Trikot zum achtmaligen Nationalspieler aufstieg.
Schäfer sagt danke für fast zehn Jahre bei seinem Verein. "Ich bedanke mich beim VfL, den Fans und allen Wolfsburgern für eine unglaublich schöne und erfolgreiche Zeit, die ich hier als Spieler erleben durfte. Sie war geprägt von vielen Erlebnissen und sportlichen Highlights. Auch an die Fans möchte ich ein riesiges Dankeschön richten, die mich immer unterstützt haben, gerade auch in Zeiten, in denen es für mich sportlich nicht optimal lief." Dennoch zog es Schäfer nie weg, der gebürtige Aschaffenburger wurde zum Niedersachse. "Für mich und meine Familie ist Wolfsburg mittlerweile zur Heimat geworden, aber mit dem Wechsel in die USA geht für uns ein Lebenstraum in Erfüllung. Ich nehme diese Herausforderung mit großer Erwartung an, freue mich aber jetzt schon auf meine Rückkehr nach Wolfsburg und zum VfL. Meine künftigen Aufgaben im Verein werde ich mit dem gleichen Einsatz und der gleichen Leidenschaft angehen, wie ich es auch in meiner ganzen sportlichen Laufbahn immer getan habe."

Warme Worte, die es auch vom Klub gibt. Geschäftsführer Wolfgang Hotze sagt: "Marcel Schäfer ist ein Vorbild an Einsatz, Leidenschaft und Siegeswillen, der sich immer zu 100 Prozent in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Er ist ein Stück VfL-Geschichte und hat sich in seiner Zeit beim VfL Wolfsburg stets als tadelloser Sportsmann präsentiert. Wir beim VfL freuen uns, dass er seinen Traum, in den USA Fußball zu spielen, verwirklichen kann und wünschen ihm für diese Zeit alles Gute sowie sportlichen Erfolg. Ich bin überzeugt, dass die Erfahrungen, die Marcel sammeln wird, ihm nach seiner Rückkehr auch bei seiner künftigen Tätigkeit beim VfL Wolfsburg helfen werden." VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe betont: "Marcel hat über Jahre hinweg Maßstäbe gesetzt, wie man sich als Profisportler neben der rein sportlichen Leistung auch noch persönlich in einen Verein einbringen kann. Nicht allein diese Befähigung zeigt uns, dass er genau der Richtige ist, perspektivisch unser Team im Sportbereich zu verstärken. Ich freue mich schon jetzt sehr auf die Zusammenarbeit mit Marcel."

Seinen Klub im Abstiegskampf zu verlassen, fällt Schäfer schwer, seine persönliche sportliche Situation macht den Schritt jedoch leichter. In dieser Saison kam der Routinier nur noch auf vier Einsätze (zweimal Startelf), zum letzten Mal trug er das VfL-Trikot am 10. Dezember beim 0:5 in München. Damals zog sich Schäfer im Zweikampf mit Philipp Lahm einen Innenbandriss zu und stand seither nicht einmal mehr im Kader. "Ich hatte eine grandiose Zeit beim VfL", sagt Schäfer. "Ich komme wieder."

Quelle: Kicker
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Re: Marcel Schäfer (4)

Beitragvon Supporters Wolfsburg » 01.03.2017, 20:53

Marcel Schäfer verlässt den VfL Wolfsburg. Der Linksverteidiger, der fast zehn Jahre lang das grün-weiße Trikot trug, wechselt zu den Tampa Bay Rowdies in die USA. Dort setzt der 32-Jährige seine aktive Karriere fort und bereitet sich gleichzeitig auf seine zweite Karriere beim VfL vor. Am Dienstag informierte er seine Teamkollegen. "Mir sind die Tränen gelaufen", verriet Schäfer. Mit dem kicker sprach er über...

...seinen Entschluss: Er hatte die Wahl. Wechsel in die USA, Wechsel innerhalb der Bundesliga - Angebote gab es reichlich - oder das sofortige Karrierende und der Einstieg ins VfL-Management. Schäfer entschied sich für Amerika. "Fußballspieler zu sein, das ist der schönste Beruf. Ich kann noch nicht loslassen, ich liebe es noch zu sehr, zu gewinnen, zu verlieren, zu trainieren." Der Wechsel zu einem VfL-Konkurrenten aus der Bundesliga kam nicht infrage. "Das hätte sich nicht richtig angefühlt."

...seine Aufgaben in den USA: Schäfer, der Flügelspieler, wird bei den Rowdies, deren Saison bereits Ende März beginnt, wohl in zentraler Rolle zum Einsatz kommen. Parallel wird der ab 2019 im VfL-Management tätige Fußballer wertvolle Erfahrungen außerhalb des Rasens sammeln. Tampa Bay befindet sich auf dem Weg in die MLS, die Strukturen (Stadionumbau, Nachwuchszentrum) entstehen. "Ich erweitere meinen Horizont", sagt Schäfer, der obendrein bei den in Tampa ansässigen Top-Sportklubs (Buccaneers, Lightning) Praktika absolvieren will.

...seinen schönsten Tag beim VfL: "Ganz klar der Tag, als wir Meister wurden. Das 5:1 gegen Bremen, diese Stimmung, dieses Gefühl. Unbeschreiblich. Leider verging das Ganze wie im Flug." Gerne erinnert sich Schäfer an die Meistermannschaft zurück: "Eine überragende Gemeinschaft, wir stehen heute noch in Kontakt."

...seinen schwersten Tag in Wolfsburg: Außerhalb des Rasens muss Schäfer direkt an den Tod Junior Malandas im Januar 2015 denken. "Das war die Hölle." Sportlich ging ihm der Abstiegskampf im Jahr 2011 nahe ("Auch wenn es ein Happy End gab"), einschneidend war zudem die Derbyniederlage 2013 gegen Eintracht Braunschweig (0:2). "Dieser Stachel sitzt bei mir noch immer tief."

...seinen besten Trainer: Von jedem habe er "unglaublich viel" mitgenommen, einen aber hebt Schäfer dennoch hervor: "Unter Felix Magath habe ich den größten Sprung gemacht, hatte den größten Erfolg. Er hat mich sportlich und mit seinen Werten enorm geprägt. Eine harte, aber enorm hilfreiche Schule."

...seinen besten Mitspieler: Zahlreiche Topspieler hat Schäfer, der 2007 von 1860 München nach Wolfsburg gewechselt war, kommen und gehen sehen. "Der Beste", sagt er, "war Edin Dzeko. Er war komplett, zwischenmenschlich top und zeigt auch heute noch, dass er ein überragender Stürmer ist."

...die Zukunft beim VfL: Die aktuelle Lage belastet ihn. Helfen konnte Schäfer zuletzt freilich nicht mehr, sein letztes von 256 Bundesligaspielen für den VfL absolvierte er am 10. Dezember beim 0:5 in München. In einem Zweikampf mit Philipp Lahm zog er sich einen Innenbandriss zu, seither schaffte er es nicht mehr in den Kader. Was den Abgang nun etwas erleichtert. Bleibt der VfL in der Bundesliga? "Es ist eine sehr schwierige Phase, aber ich bin überzeugt, dass wir es schaffen. Das Bremen-Spiel hat trotz der Niederlage gezeigt, dass wir es können. Mit Andries Jonker habe ich ein richtig gutes Gefühl."

Quelle: Kicker
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Erinnerungstück für Marcel

Beitragvon Supporters Wolfsburg » 21.03.2017, 10:10

Hallo VfL-Fans,

in der letzten Woche hat Marcel sein Abenteuer Amerika angetreten und wird Wolfsburg sicherlich frühestens zum Jahresende wieder besuchen.
Mit einem Spruchband und Gesängen wurde ihm im letzten Heimspiel bereits aus der Nordkurve heraus "Goodbye" gesagt.
Wie viele von euch sicherlich mitbekommen haben, hat ihn unser Gruß erreicht und auch in der Ferne noch Gänsehaut verursacht.
Natürlich gibt es auch bereits erste Überlegungen für eine größere Aktion die aber in der Kürze der Zeit nicht zu realisieren waren bzw. die auch nur
Sinn machen, wenn Marcel auch selbst dabei sein kann.

Trotzdem möchten wir jetzt aktuell auch noch ein gemeinsames Erinnerungsstück mit euch zusammen realisieren.
Jeder Fan kann ab sofort seine Wünsche, Dankes- und Abschiedsworte an Marcel an die Emailadresse dankemarcel@nordkurve-wolfsburg.de senden.
Natürlich könnt ihr auch gemeinsame Fotos mit Marcel oder ein Bild von euch im VfL Outfit mitschicken.
Wir werden diese Grüße sammeln und in Buchform an ihn übersenden.

Einsendeschluss dafür ist der 28. März.
Wir freuen uns über eine rege Beteiligung.
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Re: Marcel Schäfer (4)

Beitragvon SpielerZwo » 22.03.2017, 09:10

Ich find die Idee ist megacool. Da hat er war woran er sich immer erinnern kann.
Hoffe da machen auch viele Fans mit. Wie viele haben sich schon gemeldet?

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